Gewinnung der Pflanzenwirkstoffe und
Zubereitung der Anwendungsformen
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Gewinnung |
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Auspressen |
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Die bereits im
Altertum angewendete Methode, die heute nur mehr selten und bei
wenigen, dazu geeigneten Pflanzenarten zur Anwendung kommt. |
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Kaltauszug |
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Kam früher sehr
häufig im Mittelmeerraum zur Anwendung. Die Pflanzenteile wurden in
einem Wasser- oder Ölbad, bei 65°C angesetzt, häufig umgerührt und
der sich bildende Schaum wurde abgeschöpft. Nach einem Tag fügte man
Fett hinzu, das die ätherischen Öle aufnahm und sich an der
Oberfläche absetzte. |
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Destillation |
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Findet häufige
Anwendung zur Gewinnung von ätherischen Ölen. |
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Extraktion mittels
chemischer Mittel |
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Die Wirkstoffe
werden durch Ansetzen in chemischen Lösungen gewonnen. Im Haushalt
vor Allem durch Alkohol, industriell durch viele andere wie
chlorhältige Mittel, Chlorophorm, Dichlormethan, Ester, Äther und
Kohlenwassertoff. |
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Zubereitung |
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Absude (Dekokte) |
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Eher zähe, feste
Pflanzenteile werden in kaltes, lauwarmes oder kochendes Wasser
gegeben und einige Minuten lang gekocht. Je nach
Widerstandsfähigkeit der Pflanzen variiert die Kochzeit.
Abkühlen, Abseihen, Flüssigkeit filtern und Pflanzenreste
auspressen.
Absude dürfen nur kurz aufbewahrt werden, da sie rasch verderben. |
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Aufguss |
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Die meist
angewendete Methode im Haushalt – Tees.
Aufgießen mit kochendem Wasser, sofort zudecken, damit die
ätherischen Öle nicht entweichen, 5 – 10 Minute ziehen lassen,
filtern und den Rest auspressen.
Warm oder lauwarm, nie kalt, innerhalb eines Tages trinken. |
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Bäder |
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Konzentrierte
Absude oder Aufgüsse als Zusatz für Hand-oder Vollbäder. |
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Wickel, Kompressen,
Auflagen, Breiumschläge |
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Ganze oder
zerkleinerte Pflanzenteile, Aufgüsse, Tinkturen usw. werden auf ein
feuchtes Tuch aufgebracht, auf die zu behandelnden Körperstellen
aufgelegt und mit einem weiteren Tuch fixiert. Nach einer
Einwirkungszeit von 5 – 20 Minuten wird das innere Tuch entfernt,
rasch mit dem äußeren und einem wärmenden, vorgewärmten Wolltuch neu
eingewickelt. Dann erfolgt die Nachruhezeit, die mindestens so lange
wie die Einwirkzeit dauert. |
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Gurgelwasser |
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Verdünnte, am
besten lauwarme Verdünnungen von Tinkturen, Aufgüssen oder Absuden. |
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Lotionen, Salben |
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Wässrige Aufgüsse
oder Absude werden mit Fett emulgiert. |
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Tinktur (Mazerate) |
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Alkoholischer
Kaltauszug. Pflanzenteile, geschnitten oder pulverisiert werden bei
Zimmertemperatur in hochprozentigem Alkohol angesetzt. Nach 5 Tagen,
an schattigem Ort wird die Flüssigkeit gefiltert und die
Pflanzenteile werden ausgepresst. Anstatt hochprozentigem
Äthylalkohol wird auch manchesmal Wein verwendet.
Die Anwendung ist in der Volksmedizin hauptsächlich äußerlich, wie
zum Beispiel Arnikatinktur. Aber auch Verdauungstropfen (Enzian)
sind ein wirksames Mittel.
Im Haushalt dürfen nur aus ungiftigen Pflanzenarten Tinkturen
hergestellt werden, da die Wirkstoffe wegen der großen Konzentration
sehr gefährlich sind.
Aus giftigen Pflanzenarten (Eisenhut usw.) werden wirksame
Medikamente in der Homöopathie und der Pharmaindustrie hergestellt.
Dabei kommt allerdings die Methode der Perkolation (Durchpressen von
Flüssigkeit durch die Pflanzenteile) zum Einsatz. |
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Gewinnung und
Aufbereitung der Pflanzenwirkstoffe
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