Pflanzenreport

        Gerold Hüthmayr-Stieglmayr

 

 
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Anthroposophisch erweiterte Medizin (AEM)

 

 

Begründer Rudolf Steiner (1861-1925)                                                                                                                                            „Man versteht das physische Menschenwesen nur, wenn man es als Bild des                                                                        Geistig-Seelischen betrachtet. Für sich genommen bleibt der physische Körper des Menschen unverständlich“.                    Komplimentärmedizinische Richtung, die die evidenzbasierte Schul-Medizin (begründet sich ausschließlich auf Wirksamkeitsnachweisen) ergänzt und erweitert, keinesfalls aber ersetzt. Er orientierte sich an Ansätzen des paracelsischen Weltbildes und wandelte es auf die moderne Zeit ab.

Bach-Blütentherapie

 

 

Begründer Dr.Edward Bach (1886-1936)                                                                                                                                  „Heile die kranke Persönlichkeit und der Körper folgt von selbst“.                                                                                        Erforschte Blütenessenzen auf ihre lindernde, aber auch spirituelle Wirkung auf den Menschen. Ursprünglich 38 Blütenessenzen deren einzelne bestimmten negativen seelischen Zuständen des menschlichen Charakters zugeordnet werden.

Heilpraktiker

 

 

Personen, die über eine staatliche Erlaubnis verfügen Heilkunde auszuüben, ohne eine ärztlich Approbation zu haben.

Hildegardmedizin

 

 

Begründerin Hildegard von Bingen (1098-1179) Äbtissin, Mystikerin und Seherin.                                                                      Sie sah die Ursache für Krankheit in erster Linie in einem gestörten Verhältnis zu Gott, das zu einem Missverhältnis zwischen Körper, Seele und Geist führt. Dadurch verändere sich die Harmonie der vier Körpersäfte (Phlegma).                                         Sie unterscheidet zwischen

 

§    „trockenes Phlegma“ - aus der Wärme des Feuers

§    „feuchtes Phlegma“ -  aus der Feuchtigkeit der Luft

§    „schaumiges Phlegma“ – aus dem wässrigen Blut

§    „lauwarmes Phlegma“ – aus dem erdenhaften Fleisch.

 

Für Hildegard ist Heilung ein ganzheitlicher Prozess, der sich gleichzeitig im religiösen, kosmischen, körperlichen und seelischen Bereich vollziehen muss.                                                                                                                                            Ernährung und Heilpflanzen sind essenzielle Bestandteile ihrer Lehre.

Homöopathie

 

 

Begründer Christian Friedrich Samuel Hahnemann (1755-1843).                                                                                                 Er lebte in einer Zeit mit drastischen therapeutischen Methoden, wie Aderlass, Quecksilberanwendungen usw. und wollte eine Therapie schaffen, die heilte ohne zu schaden.                                                                                                                    Grundprinzip ist, Heilung zu erreichen, indem ein dem Leiden ähnlicher Reiz gesetzt wird und die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt werden.                                                                                                                                                             Um Überreaktionen und Vergiftungen zu vermeiden begann Hahnemann seine Substanzen zu verdünnen (potenzieren). Dabei stellte er fest, dass die Wirksamkeit nicht nur erhalten blieb, sondern sich bei bestimmten Vergehensweisen sogar erhöhte.     Die Wahl des richtigen Mittels erfordert viel Erfahrung, werden nicht nur Krankheitssymptome, sondern oft auch Begleitumstände dazu herangezogen.                                                                                                                                „Organon der der rationellen Heilkunst“, genannt „Arzneimittelbilder“ ist ein Werk Hahnemanns, das auch heute noch zur Findung des passenden Mittels herangezogen wird.

Kneipp- Volksheilkunde

 

 

Begründer Sebastian Kneipp (1821-1897)                                                                                                                                „Gegen jedes Leiden ist ein Kraut gewachsen“                                                                                                                            Teil der Therapie sind vor Allem Wasseranwendung wie Bäder, Güsse, Wickel, Packungen, Taulaufen, Dampfbäder. Die Anwendungen werden mit verschiedenen Temperaturen durchgeführt. Bewegung, Ernährung, geordnete Lebensführung und Heilpflanzenanwendungen sind weitere Komponenten der Kneipp-Therapie.                                                                         Durch Reize sollen die Selbstheilungskräfte des Körpers, die Durchblutung und die Stärkung des Immunsystems angeregt werden.

Paracelsusmedizin

 

 

Begründer Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus (1493-1541).                                                      „Erst die Dosis macht das Gift“.                                                                                                                                                Seine Lehre stützt sich auf Philosophie, Astronomie, Tugend, und Alchemie.                                                                       Ausgehend von diesen vier Säulen entwickelte er die „fünf Entien“

 

§    Ens naturale - die Veranlagung des physischen Körpers

§    Ens veneni - die inneren und äußeren Gifte

§    Ens astrale - die Macht der Gestirne

§    Ens spirituale - die Macht des Geistes

§    Ens dei – die Macht des Schicksals

 

Krankheiten sah Paracelsus als ein Missverhältnis der drei „Essenzen“ Schwefel, Quecksilber, Salz (oder Asche). Dazu kommt Archaeus, eine dynamische Lebensenergie.                                                                                                                    Die paracelsische Signaturlehre besagt, dass das äußere Erscheinungsbild einer Pflanze Hinweise darauf gibt, welche Leiden damit geheilt werden können.

Pflanzenheilkunde

 

 

Die Pflanzenheilkunde ist eine der ältesten medizinischenTherapien und ist auf allen Kontinenten beheimatet. Sie ist die Lehre der Verwendung von Heilpflanzen als Medikament.

Pharmakologie

 

Die Pharmakologie beschäftigt sich mit der Wechselwirkung zwischen Arzneimitteln und Organismen.

 

 

§    Pharmakokinetik – beschreibt was der Organismus mit dem Arzneimittel macht (Ausscheidung, Stoffwechsel usw.)

§    Pharmakodynamik – beschreibt die Wirkung eines Arzneimittels im Organismus.

Phytotherapie

 

 

Bei der Phytotherapie werden ausschließlich Pflanzen und Pflanzenzubereitungen verwendet, bei denen es wissenschaftliche Nachweise für deren Wirkungen gibt.                                                                                                                                               Die Arzneimittel werden Phytopharmaka  genannt und haben stets gleich bleibende, standardisierte Eigenschaften.

Schulmedizin

 

 

Medizin, die an Hochschulen und Universitäten nach wissenschaftlichen Kriterien gelehrt wird. (Evidenzbasierte Medizin).    Der Begriff wird heute insbesondere zur Abgrenzung gegenüber „alternativen Heilungsmethoden“ umgangssprachlich verwendet.

Volksheilkunde

 

 

Die im Volk, abseits der Ärzte betriebene Heilkunst, die meist von Generation zu Generation weitergegeben wird. Dazu gehören die so genannten Hausmittel. Volksheilkunde bildet die Grundlage der Naturheilkunde

 

         

 

 

 
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